Visionen umsetzen

Strategie
Die Übergabe eines Unternehmens muss sorgfältig geplant werden. Sowohl der Zeitpunkt als auch die genaue Abfolge des Wechsels entscheidet, ob die Übergabe problemlos verläuft oder nicht. Details können dabei einen großen Unterschied ausmachen, zumal eine Veränderung in der Geschäftsleitung bei vielen MitarbeiterInnen, Kunden und Partnern durchaus Skepsis hervorruft. Daher kommt der Kommunikation eine große Bedeutung zu.

Ist die Abfolge der Übergabe geplant, gilt es für die Zeit nach der Übergabe eine Unternehmensstrategie zu entwickeln. Neue GeschäftsführerInnen haben neue Ideen, neue Ziele und neue Philosophien. Das ist auch gut so. Prinzipiell gilt aber: Die Eckpfeiler der bisherigen Unternehmensstrategie sollten übernommen werden, sonst drohen im Geschäftsumfeld Irritationen. Die Kunst einer Firmenübergabe besteht also darin, Bestehendes mit Neuem schlüssig zu verbinden.

Eine Kernfrage bei der Planung der Übergabe ist auch das Wachstumspotential des Unternehmens: Ist ein nachhaltiges Wachstum mit den bestehenden Kunden möglich? Diese Thematik ist deshalb so bedeutend, weil neue Kunden insbesondere durch neue Produkte und neue Produktgruppen angesprochen werden können. Wenn also ein essentielles Wachstum nur mit neuen Kunden möglich ist, bietet die Firmenübergabe eine optimale Chance, das Geschäftsfeld zu erweitern.

Fusion
Das Ziel einer jeden Fusion ist es, ein schlagkräftiges und flexibles Unternehmen entstehen zu lassen. Damit diese Idealsituation eintritt, ist viel Fingerspitzengefühl und Feinarbeit notwendig. Denn bei einer Fusion begegnen sich zwei zu meist gleichbedeutende Unternehmen, die durch die Zusammenführung Teile ihrer unverwechselbaren Identität aufgeben. Es ist daher wichtig, eine gemeinsame Geschäftsstrategie zu entwickeln, die mehr als nur ein Kompromiss ist. Beide Partner müssen sich in der neuen Identität wieder erkennen und sich als gemeinsames, neues Ganzes verstehen. Gerade daran scheitern viele Fusionen.

Je mehr Zeit man sich für eine Fusion nimmt, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Und diese sind beachtlich: Gerade in hart umkämpften Märkten ist eine Fusion oft der richtige Weg, um langfristig Marktanteile zu gewinnen und eine mitbestimmende Position zu erreichen. Wer also eine Fusionierung anstrebt, braucht Zeit, Geduld und einen Experten an seiner Seite, der weiß, was zu tun ist.

Kooperation
1 + 1 = 3. Stimmt nicht? Doch. Bei einer Kooperation ist das so. Wenn zwei starke Partner ihr Know-how und ihre Ressourcen zusammenführen, entsteht etwas völlig Neues. Das gilt insbesondere dann, wenn dabei ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung erzeugt wird. Synergien werden genutzt, gleichzeitig bleibt die Eigenständigkeit erhalten. Richtig inszeniert profitieren alle Beteiligten von der Zusammenarbeit - auch und gerade die Kunden.

Voraussetzung für eine solche Win-Win-Situation ist zum Beispiel eine ausgewogene Aufteilung der Rechten und Pflichten. Je klarer und unmissverständlicher die Zusammenarbeit geplant und beschrieben ist, desto besser funktioniert sie im Alltag. Nicht zuletzt verlangen Kooperationen von allen Beteiligten, dass sie bereit sind, auch von ihren Leitsätzen abzurücken und fremde Philosophien zu verinnerlichen. Eine Annäherung, die praktisch nur durch den Einsatz von unbeteiligten Beratern möglich ist.

infolge: Herbert Steiner

Herbert Steiner
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